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Der 'District Six' war ein Stadtteil, der von Menschen unterschiedlicher Rassen und Glaubensrichtungen einträchtig bewohnt wurde. Weiße, Schwarze, Coloureds, Inder, Christen, Moslems und Juden lebten hier in einer großen Gemeinschaft.

Diese friedliche Koexistenz war der konservativen Regierung der Apartheit ein Dorn im Auge. Zudem wollten die Weißen im Stadtzentrum unter sich bleiben. Nach dem 'Group Area Act' von 1958 wurde der District Six 1966 zum Weißen-District erklärt und geräumt.

1980 war das unselige Werk abgeschlossen: 60.000 Bewohner umgesiedelt, die Häuser, bis auf Kirchen und Moscheen, dem Boden gleichgemacht. Dieses neu entstandene Brachland wurde 'Zonnebloem' (Sonnenblume) genannt und u.a. mit dem 'Technikon' bebaut.

Das kleine 'District-Six-Museum' in einer Kirche erinnert an die vergangene Zeit: auf dem Fußboden ist ein Original-Stadtplan mit den alten Straßennamen aufgezeichnet, eine Fotoausstellung führt die unmenschlichen Regeln der Apartheit vor Augen.